rumlingen und der Wald vor lauter Bäumen

Job und so

Ein Kommentar

Ich hatte ja versprochen,  mal was über meinen Job zu erzählen. Ich werde hier keine Namen nennen, denn ich möchte vermeiden, dass der eine oder andere Kollege hier vorbeisurft und sich vielleicht wiedererkennt.

Ich arbeite jetzt in einem ziemlich großen Unternehmen, das einen eigenen Unternehmenssektor im Gesundheitssektor hat, und supporte dort Remoteverbindungen zu unseren Geräten. Die Leute, mit denen ich so zu tun habe, sind zwar offiziell „Kunden“, sind aber konzerninterne Engineers die zu den Geräten vor Ort geschickt werden, meist Medizintechniker.

Wir supporten quasi weltweit, 24/7. Und wie das mit weltweit so ist: andere Länder, andere Sitten. Ganz abgesehen davon, dass viele unserer „Kunden“ genauso schlecht englisch sprechen wie einige Kollegen…

Ich bin da jetzt 2 Monate aktiv, nachdem ich 2 Monate Einarbeitungsphase und 2 Wochen „Übergangsphase“ hatte. Gleich im ersten Monat habe ich es geschafft, Rekord-Stackbearbeiter zu werden. Das hat mir sicher viele Freunde verschafft hier. m(

Mittlerweile komme ich mit den verschiedenen Mentalitäten der Kunden ganz gut klar. Obwohl da sicher auch ein Haufen Vorurteile drin stecken:
Die Japaner liefern ihre Aufträge immer mit belastbaren Daten hier an, hätten aber gern Vorzugsbehandlung und am besten alles schon gestern. Aufträge aus Indien kann man in die Tonne treten, oder sich gleich erschießen, da geht nie was. Aus Polen kommt grundsätzlich keine Antwort, erst nach x Eskalationen, und dann auch nie auf die gestellte Frage. In Deutschland ist das mit der Remoteverbindung oft schwer, wegen Datenschutzbedenken, und in Österreich kommt eine generelle Aufsässigkeit gegen Deutsche dazu. Und so weiter.
Natürlich gibt es Fälle, wo das stimmt. Gibt aber auch genug Engineers, mit denen ich sehr höflichen bis netten Kontakt hatte, die genau taten, worum ich bat, und wo es dann mehr oder minder problemlos funktionierte. Oder wo es gleich auf Anhieb funktionierte und ich nur eine Erfolgsmeldung rausschicken muss.

Letztendlich ist es kein schlechter Job, trotz neidischer Kollegen und Englisch zum Haareraufen.

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Ein Kommentar zu “Job und so

  1. Aha, was es alles gibt.
    an Arbeit. -staun-

Rufe in den Wald hinein

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