rumlingen und der Wald vor lauter Bäumen

…und schon wieder unschöne Neuigkeiten

7 Kommentare

Natürlich halten gute Nachrichten nicht lange vor. Danke, Mr. Murphy.

Mein Geschäftsbereich hatte eine Abrede mit dem Betriebsrat, dass nicht wie gesetzlich vorgesehen geliehene Mitarbeiter nach einer bestimmten Frist übernommen werden müssen, sondern nur eine bestimmte, variable Anzahl. Grundsätzlich gab es abgesehen von dieser (wirklich winzigen) Anzahl einen Einstellungsstopp.
Diese Abrede ist letztes Jahr aufgekündigt worden. Die „bestimmte Frist“ endet für die ganzen „alten“ Mitarbeiter im Februar. Dann müssen sie entweder übernommen werden oder aber rausgeworfen.

Meine Abteilung hat in allen Bereichen eine nicht unerhebliche Einarbeitungszeit. Frühestens nach 6 Monaten kann man einen MA auch mal für 2 Stunden mit nur einem Kollegen alleine lassen.
Heißt: einfach das Personal rotieren ist so einfach nicht möglich.

Dummerweise ist das dem Betriebsrat egal. Die weigern sich derzeit, auch nur irgendeinen Leiharbeiter zu verlängern, wenn nicht zu September Anzahl X an „alten“ Leiharbeitern entlassen wurden.
Den ersten Kollegen hat es schon erwischt. Aus meinem alten Team, denen dann jetzt 2 Mann fehlen. Seit 3 Monaten wurde niemand neues für dieses Team eingestellt…
Und es werden noch weitere sein. Und ich fürchte, immer die falschen. 😦

Ich persönlich mache mir da jetzt weniger Sorgen, denn mich erst befördern und dann rauswerfen macht wenig Sinn.
Das macht aber die Sache mit dem Damoklesschwert nicht besser. Die Stimmung ist (überraschenderweise) auf einem Tiefpunkt. Jeder fürchtet sich jetzt vor Gesprächen mit dem Chef.

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7 Kommentare zu “…und schon wieder unschöne Neuigkeiten

  1. Verdammt… 😦

    • Und mein Kollege, intern, telefoniert den ganzen Tag privat und kümmert sich um irgendwelche Behördengänge…

      • Suuuuper….

        Habe ich schon erwähnt, dass ich allgemein ein sehr … hm… distanziertes Verhältnis zu Betriebsräten habe?

        • Bisher habe ich die eigentlich grundsätzlich als eine gute Erfindung wahrgenommen

          • Ich habe sie ähnlich kennen gelernt wie sie jetzt bei dir agieren — Hauptsache, Regel XY wird durchgesetzt, notfalls gegen den Wunsch der Mitarbeiter: Es ging um ein Wochenende Arbeit um ein großes, siebenstelliges Projekt abzuschließen — die Mitarbeiter, die da ja schon lang drin waren, wollten, dass dass alles raus geht und damit ordentlich abgeschlossen, man war eh schon verspätet.
            Nein, darf nicht sein, keine einzige Überstunde mehr — damit platzte das Projekt, hohe Regressforderungen, Kunde trat zurück, das war der Todesstoß für den Standort.
            Und der Betriebsrat stand dort und meinte sinngemäß „jetzt haben zwar XXX Mitarbeiter keinen Job mehr — aber sie werden auch nicht mehr ausgenutzt!“
            Super. Das war das Ende eine jahrelangen Kleinkrieges.

            Auch sonst habe ich im Kleinen mehr schlechte als gute Erfahrungen mit Betriebsräten gemacht, daher — sehr gespaltenes Verhältnis.
            Auch wenn sie prinzipiell ja sinnvoll wären. Wenn es ihnen *vernunftbetont* um die *Sache* geht und nicht darum, dem bösen Unternehmer eins mitzugeben.

  2. Toll. Sowas mag man doch.

    Nicht.

    Alles Gute in deine Richtung 😦

Rufe in den Wald hinein

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