rumlingen und der Wald vor lauter Bäumen

Dawn of the Planet of the Apes

3 Kommentare

Nachdem es mir die AussichtmitEinsicht gestern quasi befohlen hat, war ich heut nochmal im Kino.

Here be spoilers! 😉

Der Film eröffnet mit den Affen, und gibt einen Einblick in die Affengesellschaft. Ich bin nicht ganz sicher, was da abgeht, zuerst dachte ich, Caesars Familie vertreibt einen weiteren Affenstamm. Im Nachhinein war es vielleicht eher eine Jagd.
Dabei wird sein Sohn, Blue Eyes, von einem Bären verletzt. (Wahrscheinlich, damit das Publikum ihn leichter wiedererkennen kann. Ja, ich gestehe, für mich sehen die Affen alle gleich aus…)
Caesar will ihn dazu animieren, erst zu denken und dann zu Handeln, aber Blue Eyes ist offenbar Teenager und will das nicht hören.
Statt dessen folgt er lieber Koba, den Caesar im letzten Film aus einem Versuchslabor befreite und der aufgrund dessen ziemlich bitter ist. Und Machtgeil.

Auf einem Streifzug durch den Wald mit Ash, einem gleichaltrigen Affen, begegnet er einem Menschen. Der zieht aus lauter Angst eine Waffe und verletzt Ash. Die versammelte Affenschar macht konfrontiert den Schützen und seine Handvoll Begleiter, darunter Malcolm, seine Partnerin Ellie und sein Sohn Alexander. Caesar ruft ihnen entgegen, dass sie gehen sollen, und die Gruppe verschwindet. Vorerst. Allerdings verliert Alexander auf der Flucht seine Tasche mit seinem Zeichenblock.

Drei Späher folgen ihnen und berichten später, dass sich die Menschen in San Francisco wieder eingerichtet haben. Koba und einige andere wollen gegen die Menschen in den Kampf ziehen. Caesar will eigentlich nur Ruhe und Frieden. Er will nicht das Leben von Affen gefährden, wenn ein friedliches Nebeneinander doch möglich sein sollte.

Allerdings zieht er trotzdem am Morgen mit der gesamten Affenfamilie Richtung Stadt, zu einer Show of Force. Er lässt die Menschen wissen, dass er keinen Krieg will, aber das der Wald den Affen gehört. Wenn sie wiederkommen, werden sie Krieg bekommen.
Als Hinweis auf die Art Affe, die er ist, lässt er Alexanders Tasche zurück.

Die Menschen sind verschreckt und in Panik. Einerseits, weil sie noch immer Angst vor der Simean Flu haben, die einen Großteil der MEnschheit ausgerottet hat. Ellie macht sie darauf aufmerksam, dass sie alle genetisch resistent seien, oder sie hätten nicht so lange überlebt. Andererseits natürlich, weil Caesar nicht mit einer Handvoll Affen kam, sondern mit Hunderten.

Malcolm glaubt, dass Frieden möglich sein muss. Er hat erkannt, dass Caesar intelligent und nicht blutrünstig ist. Er bedingt sich von Dreyfus, dem Anführer der Menschen, 3 Tage aus, um die Affen zu überzeugen, ihn das Wasserkraftwerk am Damm im Wald wieder in Betrieb nehmen zu lassen. Dies war der eigentliche Grund, warum die kleine Gruppe im Wald war.
Dreyfus gibt ihm drei Tage, sagt Malcolm aber, dass er die Zeit zum Aufrüsten nutzen wird.

Malcolm findet die Affen, und Caesar erlaubt ihm, den Damm wieder in Betrieb zu nehmen. Unter der Bedingung, dass Malcolm ihm alle Waffen der kleinen Gruppe gibt. Die Affen zerstören die Waffen.

Die Affen lassen die Menschen bei der Arbeit nicht aus den Augen. Als eine Sprengung am Damm einige der Menschen einschließt, hilft Caesar bei der Rettung. Bei der anschließenden medizinischen Versorgung gibt es zuerst eine rührende Szene zwischen Ellie und Alexander und Caesar neugeborenem Sohn, und direkt im Anschluss eine Konfrontation, weil in einem der Koffer eine Waffe versteckt war.
Nach ein bisschen Diskussion dürfen die Menschen doch am Damm weiterarbeiten, der aufsässige Kerl mit Waffe wird heimgeschickt, und statt dessen helfen die Affen.
Nicht aber Koba, denn Koba schmollt. Er nimmt Blue Eyes und einen weiteren Affen mit auf eine eigenmächtige Erkundungstour in die Stadt, wo sie die Aufrüstung in vollem Gang finden. Zurück bei Caesar kommt es zu einer Konfrontation, die Koba aber verliert.

Koba geht noch einmal in die Stadt und stiehlt eine Waffe, mit der er dann Caesar lebensgefährlich anschießt und die Schuld auf die Menschen schiebt.
Malcolm und seine Familie können fliehen, mit Hilfe eines Caesar treuen Orang Utans. Die Affen ziehen in den Krieg. In Nullkommanichts haben sie die Waffenlager überrannt und greifen, nun bis an die Zähne bewaffnet, die zahlenmäßig deutlich unterlegenen Menschen an. Die übrigens gerade dabei waren, den zurückgekehrten Strom zu feiern.

Am nächsten Morgen finden Ellie und Malcolm den schwer verletzten Caesar. Er führt sie zu dem Haus, wo er in Rise of the Planet of the Apes mit Will lebte. Malcolm schleicht sich in die Stadt, um Medizin zu holen, damit Ellie operieren kann, und findet dabei Blue Eyes. Es kommt zu einer rührenden Wiedervereinigung von Vater und Sohn.

Blue Eyes geht, um die gefangenen Getreuen Caesars zu befreien, während Caesar gesundet. Als sie nach Tagen zurückkommen, findet Caesar heraus, dass Koba nach den im Wald zurückgelassenen Frauen und Kindern geschickt hat. Um seine Familie zu retten, bläst er zum Angriff.

Es kommt zum Showdown mit Koda auf der Spitze eines Turms, den die Menschen mit C4 versehen haben, bereit zur Sprengung. Malcolm versucht, das zu verhindern, aber erfolglos.
Caesar schlägt sich mit Koda durch die Explosion hindurch. Schließlich hängt Koda von einem Träger, und auf seine unausgesprochene Bitte „Apes don’t kill Apes.“ sagt Caesar „You’re not Ape!“ und lässt ihn fallen.

Malcolm bittet Caesar zu fliehen, und teilt ihm mit was Dreyfus sagte: dass das Militär im Anmarsch sei.
Aber Caesar sieht, dass Krieg unvermeidlich ist, und rät Malcolm, selbst zu verschwinden.
Seine Affen folgen ihm wieder.

Abspann!

.

.

So. Und wie war er jetzt so?

Einige Aspekte fand ich toll:

– die Affen unterscheiden sich in Mimik und Gestik deutlich von den Menschen, aber nicht so weit, dass ich es nicht mehr lesen könnte. Da hat sich jemand echt Gedanken gemacht.
— die einzelnen Affen mit ihren Eigenheiten waren deutlich tiefer und liebevoller herausgearbeitet als die Menschen, abseits von Malcolms Familie.

– Scheinbar können alle Affen sprechen, aber die normale Kommunikation läuft über Gebärden.  Was einerseits interessant ist, andererseits unpraktisch in so einer großen Gruppe.

Weniger toll waren die Logiklöcher und Ungenauigkeiten:

– muss ich die Endlosmagazine wirklich erwähnen?

– Anfangs philosophieren die Affen, wo die Menschen abgeblieben sein mögen. Die Simean Flu war vor 10 Jahren, seit 2 hat niemand mehr einen Menschen gesehen.
Aber die, die sie dann sehen, sind mit Autos unterwegs. Was ziemlich unwahrscheinlich ist, denn unser Sprit wird wegen der Additive nach 1 Jahr zu schlecht, um damit zu fahren. Die Menschen in der Stadt suchen per Funk nach anderen Menschen, wissen zu Beginn aber von keinen. Heißt: niemand kann ihnen frischen Sprit geliefert haben…

– der „Grünzustand“ der Stadt ist nicht 10, sondern eher 50 Jahre

– nach Einschalten des Damms funktioniert die gesamte Infrastruktur einfach so

– wovon leben die Menschen eigentlich? Sieht nicht so aus, als würden sie irgendwas anbauen…

– und mit Munition gehen sie ziemlich verschwenderisch um, obwohl sie nur schwer an neue für die modernen Waffen kommen dürften

– und wo wir gerade bei Waffen sind: jeder Affe weiß, wie man mit einem Gewehr umgeht, und kann damit richtig gut zielen, obwohl sie normalerweise mit Lanzen jagen

Die Story war… durchwachsen. Ich sollte wirklich aufhören, mir Filme nach dem Trailer auszusuchen…

– Ich mag Gary Oldman, wenn er Bösewichte spielt. Das tut er hier aber nicht. Ja, er ist ein Unsympath, aber schauen wir uns die Story mal aus seiner Sicht an:
— Eine Expedition kommt aus dem Wald zurück und berichtet von den Affen. Vorher wusste niemand von ihnen.
— Am nächsten Morgen steht eine gewaltige Horde Affen vor der Tür und droht mit Krieg.
— Da ist es eine ziemlich natürliche Reaktion, mal nach seinen Waffen zu schauen. Zumal man Amerikaner ist.
— Malcolm zieht los und will vermitteln. Nach 2 Tagen ist wieder Strom da. *yay*
— Urplötzlich greifen die Affen erbarmungslos an, jagen alle Menschen die sie finden können und sperren sie ein.
— Natürlich wird da zurückgeschlagen! Die Menschheit hat deshalb so lange überlebt, weil sie sich nicht unterkriegen lässt. Überleben ist in unserem genetischen Makeup tief verankert!

– Der Böse in dieser Story ist kein Mensch. Man kann sogar behaupten, dass die Menschen ziemlich angemessen reagieren. Alle Angriffe gehen von den Affen aus, abgesehen von dem ersten Schuss in Panik.
Nein, der Bösewicht in dieser Story ist Koba. Und das finde ich irgendwie schade. Denn ich weiß ja, wie die Story weitergeht: die Menschheit verschwindet. Die Affen übernehmen. Aber die Affen sind genauso fehlerhaft wie wir, wie wir jetzt wissen. Für sie gibt es genausowenig Hoffnung wie für uns, der Kreislauf wird sich wiederholen.
(Ja, ich weiß dass die EinsichtmitAussicht jetzt irgendwo lauert, um mir meine rosa Brille wegzunehmen. Aber ich hatte halt gedacht, dass die Menschen friedlich nach und nach aussterben, während die Affen sich überall dort vermehren, wo Mutter Natur sich Gebiet zurückerobert.)

Unterm Strich nett, mal gesehen zu haben, aber ich mache da einen moralisierenden Unterton aus, der mir in meinen Actionfilmen nicht gefällt.

 

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3 Kommentare zu “Dawn of the Planet of the Apes

  1. Hat hier jemand nach mir gerufen?

    Ach ja, du hadtcda schon wieder diese unpassende Rosa Brille auf, die steht dir nicht…

Rufe in den Wald hinein

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