rumlingen und der Wald vor lauter Bäumen

Guardians of the Galaxy

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Dieser Sommer ist sehr Kino-lastig…

Here be Spoilers 😉

Der Film startet 1988, mit Walkmanwerbung dem Tod von Peter Quills Mutter und seiner Entführung durch Aliens, ziemlich nah am Klischee wie man sich sowas vorstellt.

26 Jahre später tanzt er in einer Mischung aus Indiana Jones und Flashdance über einen verlassenen Planeten auf der Suche nach einer kleinen, silberziselisierten Kugel. Noch bevor er sie sicher in der Tasche hat, wird er von anderen „Sammlern“ unter dem Befehl von Ronan angegriffen.

Die Sammler kehren zu Ronan zurück und berichten von ihrer Niederlage, woraufhin er gleich Thanos grünhäutige Ziehtochter Gamora losschickt.

Zurück auf dem Hauptplaneten des Nova-Empires, Xandar, versucht Quill, die Kugel an seinen Auftraggeber zu übergeben, lässt aber fallen, dass er angegriffen wurde und für wen diese Angreifer arbeiten. Sein Auftraggeber wirft ihn hochkant hinaus.

Draußen wird er erneut angegriffen, diesmal von Gamora. Im nachfolgenden Handgemenge (aus dem sich die Anwohner vornehm heraushalten und nur Gaffen) versuchen der Bountyhunter Rocket und sein Bodyguard Groot Quill zu verhaften. Dieser Dreieckskampf geht so lange weiter, bis die Polizeikräfte des Planeten eingreifen und einmal alle einsacken und in den Knast stecken.

Dort angekommen, wird ersteinmal Gamora bedroht, denn es ist bekannt, für wen sie arbeitet. Allen voran will Drax sie töten, weil Ronan seine Frau und Tochter tötete. Quill kann Drax überzeugen, Gamora lieber als Köder zu benutzen. Die fünf schließen sich zusammen, um ersteinmal auszubrechen.

Einmal entkommen fliehen sie nach Knowhere, einer Art Schwarzmarkt für alles Mögliche und Unmögliche. Rocket und Drax besaufen sich und und haben in einer Art Casino Spaß, während Quill vergeblich Gamora angräbt und Gamora auf ihren Kunden Tivan wartet, der die Silberkugel haben will.
Dieser trifft schließlich ein und zeigt ihnen, was in der Kugel ist: ein Infinity Stone, ein Gegenstand von gewaltiger Macht, der alle Normalsterblichen zerstört, die ihn auch nur berühren.
Auftrtitt Tivans Sklavin, die den Stein an sich reißt und eine riesige Explosion auslöst.
Gamora schließt die Silberkugel wieder und will sie nun an die Nova-Organisation übergeben, weil sie nur diese für fähig hält, den Stein a) zu beschützen und b) nicht zu benutzen. Quill will ihn lieber verkaufen.

Drax hat in der Zwischenzeit Ronan angerifen und ihn wissen lassen, wo er Gamora finden kann.
Ronans Armee greift daraufhin an, Drax bekommt seine Konfrontation mit Ronan selbst, aber dieser kann sich nicht einmal an ihn erinnern. Währenddessen zerstört Thanos blauhäutige Tochter Nebula das Schiff von Gamora, schnappt sich die Kugel samt Stein und verschwindet.

Quill rettet Gamora vor dem Vakuumtod (nur um sie gleich wieder anzugraben), hat dabei aber seine eigene Truppe von Sammlern unter der Führung von Yondu gerufen, die ihm nicht allzu gewogen sind. Er kann sie aber überzeugen, ihn am Leben zu lassen.

Nicht nur das, er schafft es auch, Gamora, Drax, Groot und schließlich auch Rocket zu überzeugen, dass sie Ronan die Stirn bieten müssen, bevor er Xandar zerstört.

Was sie dann mit Unterstützung einer ganzen Flotte Sammler und der planetaren Verteidigung von Xandar auch tun. Ihr Ziel ist es, Ronan am Betreten der Oberfläche zu hindern. Beim Versuch, ihn auszuschalten, stürzen sie allerdings sein gewaltiges Raumschiff ab. Die Gruppe überlebt nur durch Groot, der einen schützenden Pflanzenpanzer um sie herum bildet, dabei allerdings ziemlich gründlich verbrennt.

Auf dem Boden müssen die Überlebenden erkennen, dass selbst das Ronan nicht hat Töten können. Während Quill ihn (auf möglichst bekloppte Art) ablenkt, schießt Drax mit einer kurzfristig von Rocket improvisierten Kanone auf Ronans Hammer. Dabei wird der Infinity Stone wieder frei, und Quill kann ihn greifen.
es sieht aus, als würde der Stein ihn genauso vernichten wie vorher die Sklavin, aber Gamora reicht ihm eine Hand, dann auch Drax und Rocket. Damit können sie Ronan vernichten, und Gamora lässt den Stein in einer neuen Kugel verschwinden.

Yondu taucht auf und will endlich die Kugel haben. Quill gibt ihm eine, allerdings hat er sie vorher ausgetauscht. Der Infinity Stone geht an Nova.

Und Groot kann aus einem seiner Zweige wieder nachgezüchtet werden.

Happy Endings all around!

Das zur Zusammenfassung.

Wie gefiel er mir?

Joa, war schon sehr actionreich, mit vielen Anspielungen, viel Humor, viel Superhelden.

Unterm Strich hat er aber einen faden Nachgeschmack. Die Figuren sind zum größten Teil eindimensional, und der Fremdschäm-Anteil ist mir zu hoch.

Die Entführungsgeschichte mit Peter Quill wirkt, als wären wichtige Teile rausgeschnitten. (Nein, ich kenne die Comics nicht. Das sollte aber den Film nicht unverständlich machen!) Seine Halluzination gegen Ende, als er wieder die Hand seiner Mutter sieht, fühlt sich gezwungen an. Ja, er hört die Kassetten seiner Mutter, aber ansonsten wirkt er nicht allzu belastet durch ihren Tod.

Gamoras Jobbeschreibung beginnt und endet mit „hot chick kicking ass“. Selbst wenn sie berichtet, wie sehr sie unter Thanos leiden musste, klingt sie als würde sie ein Buch vorlesen.

Drax und Rocket bringen wenigstens ein bisschen Konflikt und Hintergrund, aber es wirkt schon seltsam wie sie eine riesige Szene in dem Casino machen, Rocket sein Herz ausschüttet und die Leute nur unbeteiligt außenrum stehen und gelangweilt gucken.

Die letzten 20 Minuten sind haarsträubend unrealistisch. Aber was erwarte ich schon von einem Superheldenfilm…

Ach ja, Superhelden. Dies hier sind keine Helden. Quill, Rocket und Groot haben nur Geld und sich selbst im Kopf. Gamora ist auch nur auf Geld aus, und erst als Ronan die gesamte Galaxie bedroht will sie eingreifen. (Rocket selbst dann nicht.)
Groot wird als eher sanftmütig dargestellt, hat aber keine Probleme, größere Zerstörung anzurichten.
für genügend Geld hätten sie auch durchaus auf der anderen Seite stehen können. (Solange niemand ernsthaft verlangt, dass einer von ihnen Befehle befolgt.)

Vielleicht schließt ja der Nachfolger die Lücken in der Erzählung, und haucht den Figuren etwas Leben ein. Derzeit jedenfalls bleibe ich lieber bei den Avengers.

(Was übrigens vielleicht grundsätzlich ein ähnlicher Film ist, praktisch aber einen völlig anderen Ton hat. Vielleicht liegt es daran, dass die Guardians im Grunde Kriminelle (oder nah dran) sind, und die Avengers ein Prinz, ein Mann mit Manieren von 1935, eine Frau die sich regelmäßig ohne aufzufallen in der High Society bewegt, und 2 (reiche) Wissenschaftler.)

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