rumlingen und der Wald vor lauter Bäumen

31c3

3 Kommentare

Es war wieder wahnsinnig spannend. Wie jedes Jahr fühle ich mich jetzt versucht, mit einem Aluhut rumzulaufen.
Dieses Jahr war es eine Vorführung von starbug,  wie einfach man biometrische Daten von selbst mit einer Handykamera gemachten Bildern bekommt. Frau von der Leyen gestikulierend auf einer Pressekonferenz: Fingerabdruck. Gleiche Situation: Merkels Retina. Sogar in noch besserer Qualität von Wahlplakaten.
Gar nicht zu reden von der Möglichkeit, das Handypasswort herauszufinden, indem man die Kamerabilder abfängt und die Fingerstellung in der Spiegelung in der Pupille interpretiert. Krasser Scheiß.
Und dann der nächste Vortrag über Internetvoting in Estonia, wo dann von hochaufgelösten Bildern im Netz der Hauptschlüssel für den Serverraum kopiert werden konnte. Wifi-SSID plus Passwort auf einem Zettel im Hintergrund ist ja schon fast Standard. Auf dem PC, der zum Codesigning für die VotingClient-Software benutzt wurde, lagen übrigens ein Torrentprogramm und sonstige Shady Dinge auf dem Desktop.
Citizenfour wurde gezeigt, und den kann ich nur empfehlen, wenn er mal bei euch im Kino läuft.
Die Fnord News Show fand ich dieses Jahr nur mittelmäßig unterhaltsam. Sie war nicht schlecht, aber Angesicht der Konkurrenz v.a. durch die Anstalt (!) waren sie mir zu wenig neu und/oder bissig. Oder vielleicht war dieses Jahr auch nur keine schöne Vorlage.
Es gab einen interessanten Talk zu nuclear weapons (weg damit!!), zur Wahrnehmung der Welt, Sicherheit der Bankkarten und vor allem der Wald-und-Wiesen-Terminals (ich zahle jetzt lieber wieder Cash) … die Liste aller Talks ist hier, schaut euch um.
Und unglaublich viele interessante Assemblies. Der Food Court ist umgezogen und hat seine Fläche mal eben verdreifacht. Es gab eine Assembly, wo man Ringe schmieden konnte. Da habe ich mich eine Weile nett unterhalten, denn sowas betreibe ich ja auch.
Es gab Lockpicker, Podcaster, Cryptoparties, Häcksenfrühstück (das ich dieses Jahr leider verpasst habe), Tails-Installations-Parties, Löten-lernen und Experten-löten, Musik, Theater, …
Dieses Jahr war die benutzte Fläche im CCH noch größer. Irgendwann stand ich in einem Flur, den ich noch nie gesehen hatte, und fand den Heimweg nicht mehr. aber dafür gibt es ja >10.000 Congressteilnehmer, die man fragen kann. 🙂

Ein bisschen geärgert habe ich mich über die nicht-Duscher- und die Vordrängler-Fraktion, aber grundsätzlich ist der Congress immer noch eine sehr entspannende Umgebung. keineGrapscher, keine dummen Blicke wenn ich die Technikauspacke, nette und interessante Unterhaltungen mit vielen verschiedenen Menschen aus aller Welt.

Und nun ist Warten auf den 32c3 angesagt…

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3 Kommentare zu “31c3

  1. Ich glaub, ich muss da mal mit…

  2. Und nächstes Jahr gehe ich wahrscheinlich auch wieder. Kann man das 32C3 nicht vorverschieben, oder ist das hard-coded?

Rufe in den Wald hinein

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