rumlingen und der Wald vor lauter Bäumen

Independence Day: Resurgence

2 Kommentare

Heute gab es mal wieder Kino. Independence Day. Zwar 11 Tage zu spät, aber wer nimmt das schon so genau.

Here be spoilers.


Was es zur Genüge gab: Explosionen. Zwar nicht so liebevoll inszeniert wie 1996, aber Explosionen. (Und hey, das weiße Haus blieb heil!)
Wiedersehen mit den Charakteren von damals.
Und einen Haufen Flachwitze und Slapstick.

Was es nicht gab: eine anständige Story. *seufz*
Man konnte sehen, dass sie einen riesigen Story-Arc erzählen wollten. Die Teile, die ihn verständlich gemacht hätten sind dann wohl auf dem Schneideraumboden geblieben. Ein Haufen neue Charaktere wurde eingeführt, hat aber offenbar nichtmal einen Namen bekommen. Die Figuren, die Namen hatten, waren flach und die „Entwicklung“ unglaubwürdig, weil unmotiviert. Woher die Visionen über Pacman, Chef der Resistance  kamen, klärt sich auch nicht.

Was auch nicht so richtig rüber kam war die Gefahr, in der die Menschheit da schweben sollte. Da gab es gleich 2 Faktoren, die den Teil der Story schwer zu schlucken machten.
1. Nur noch 2 Minuten bis zur totalen Apokalypse! Oh my gosh! Aber wenn wir es bei 0:01 abwenden ist alles super, keine Konsequenzen zu befürchten! (Außerdem dauern die genannten 2 Minuten irgendwie 10 Minuten Realzeit.)
2. So, wie dieses Riesen-Mutterschiff in die Atmosphäre eindrang, rechne ich mit einem nuklearen Winter über mindestens eine Dekade. No way überlebt da irgendwas in unmittelbarer Nähe! Schon gar nicht, wenn einer der „Füße“ dich mehrere Kilometer verschoben hat!
2b. Zu dem Thema: wenn dieser Bohrer in Afrika ein Loch hinterlassen hat, das 20 Jahre später noch einen komplett un-erodierten Rand hat, könnt ihr mir nicht erzählen, dass die Bohrung bis zu 2 Minuten vor dem flüssigen Erdkern keine Konsequenzen für diesen Planeten hat.
Grmpf.

Die Story war nicht weiter überraschend. Plot Twists waren Kilometerweit vorherzusehen, und die Drehbuchautoren haben wieder tieeeeeef in die TV-Tropes-Kiste gegriffen.

Dass alle handlungsfähigen Truppen mal wieder in USA sitzen (auch wenn sie diesmal etwas diverser waren), war bestimmt auch nur Zufall. Der Rest der Welt ist völlig nutzlos. Und nach 20 Jahren totalem Frieden natürlich sofort bereit, erst zu schießen und dann zu fragen.
Und wenn ihr schon neue Waffen aus Alientechnologie entwickelt, warum entwickelt ihr sie dann nicht weiter?? Wäre doch praktisch, etwas zu haben mit dem man diese Alientechnologie (zer)stören kann?
Grmpf.

Gleich zu Anfang des Films gab es gleich 2 total unrealistische Kröten zu schlucken:
A. Seit 20 Jahren soll es keinen Konflikt mehr auf dem Planeten gegeben haben
B. Die USA haben eine weibliche Präsidentin
No. Way. In. Hell.

Und wenn es seit 20 Jahren keinen Konflikt mehr gab, ist die Rede des Notfallpräsidenten am Ende irgendwie…. äh.. widersinnig.
(Und wieder was neues gelernt: „Presidential line of succession“. Klingt irgendwie … vererbbar. Wir sollten die USA gut im Auge behalten…)

Übrigens scheint die Menge an Schauspielern in Hollywood arg begrenzt zu sein. Ich sehe immer die gleichen Leute als Regierungsleute, Bodyguards, Wissenschaftler, Comic Relief. Und immer mit den gleichen Sprachmustern / Bewegungsticks. Man könnte glauben, dass der Wissenschaftler aus Serie A einen Cameo in Film B hat. Ist aber eine andere Figur. Offiziell zumindest.

Am Ende fühlte ich mich seicht unterhalten. Das hatte ich erwartet, war aber trotzdem irgendwie enttäuscht. Die unmotivierte Rumknutscherei am Ende hat auch nicht geholfen.

 

Next stop: Suicide Squad…

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2 Kommentare zu “Independence Day: Resurgence

  1. Oh Mann, du guckst dir diese Dinge noch an?

    Ich kaufe mir Bier und Chips und lese eine Stunde lang Filmkritiken…

    • Ich hab noch keinen Kritiker gefunden, auf dessen Meinung ich wirklich was geben könnte. Die verreißen dann immer Filme die mir gefielen oder loben irgendwelche total flachen RomComs

Rufe in den Wald hinein

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