rumlingen und der Wald vor lauter Bäumen

Neujustierung

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Ich habe ja möglicherweise schonmal erwähnt, dass ich die Abteilung gewechselt hab.
Nicht?
Also, ich habe ja letztens die Abteilung gewechselt. Ich gehöre jetzt nicht mehr zu denen mit dem bekloppten Namen, sondern ich bin wieder ein richtiger Indianer.

Da war eine heftige Neujustierung fällig.

Beispiel gefällig?

Alt:
Situation: Es gibt eine Schulung.
Ergebnis: Es werden 2 Kollegen geschickt, die mit dem Wissen aus einer 4-h-Schulung dann den Rest der Abteilung schulen sollen.

Neu:
Chef: „Es gibt da eine Möglichkeit, eine Schulung zum Thema X mitzumachen. Is für uns nicht direkt wichtig, würde uns aber helfen, zu verstehen was die Kunden brauchen. Vielleicht könnten wir ein paar von uns hinschicken?“
Rumis Hand schießt nach oben. Die des Werksstudenten auch. Die des Kollegen auch. Damit haben wir quasi 100% Interesse.
Chef guckt glücklich.

Mehr?

Alt:
Jemand gibt rumi eine Aufgabe. Rumi macht und findet dabei irgendwas verlinktes, das auch gemacht werden müsste.
Jemand: „Lass das, das is nich dein Job, dafür haben wir $Team, lass die das machen.“

Neu:
Chef schiebt rumi ein Arbeitspaket rüber. Dokumentenreview, Dokument A. Rumi macht, und ihr innerer Grammar-Nazi feiert Weihnachten. Aber guck ma, da is noch Dokument B, das hat ganz am Rande mit mir zu tun, darf ich da auch…? Und Dokument C fällt eindeutig in meinen Bereich. Her Damit! Und sag mal, Kollege, das Dokument D, das da bei dir zur Review liegt… du bist doch so furchtbar beschäftigt mit Zeug, das ich nicht kann, wie wärs wenn ich deine Review mache und das Layout herrichte, und du musst nur noch mal fachlich prüfen, dass ich keinen allzu großen Scheiß reingeschrieben hab?
Ergebnis: Chef glücklich, Kollege glücklich, Chef schiebt mehr Dokumente rüber mit „mach ma!“

Auch neu:
Chef schiebt ein Arbeitspaket rüber, „Mach mal A“. Rumi macht A, nötigt den zwischendurch gelangweilten Werksstuden, dazu ein paar Anpassungen zu machen, macht AB, B, daraus entwickelt sich C, der Student fuddelt noch ein bisschen an der Config rum, bis rumi zufrieden ist.
Rumi: „Chef guck ma, passt dir das so?“
Chef: Daumen hoch. Er schiebt noch ein paar verwandte Arbeitspakete rüber, die rumi übersehen hat. Passiert, rumi ist schließlich neu.

Noch mehr Beispiele?

Alt:
rumi: „Kann ich eine Fußstütze haben?“
TA: „Nein. Zu teuer.“

rumi: „Wann isn dieses Jahr die Kalenderbestellung? Ich hätte gern wieder so einen 3-Monats-Kalender für aufn Tisch.“
TA: „Fällt aus. Zu teuer.“

Neu:

Rumi ist neu. Braucht also eine Erstausstattung. Noch in der alten Abteilung kommt ein Mail vom neuen Chef: Was hättste denn gern für einen Rechner. Guck ma auf $Webseite und äußere Wünsche. Aber übertreibs nicht!
Rumi guckt. Aber das mit dem Maximum-fordern -und-dann-Minimum-kriegen kann sie ja nicht, darum gibt sie ihr Minimum. Da sie schon weiß, dass sie öfter nur mit Laptop ohne extra Monitor arbeiten muss, will sie gern einen „großen“, das heißt hier 15″. (Der ist von Haus aus annehmbar ausgestattet, hat aber nur 4 GB RAM.) Mindestens 8 GB RAM, sonst macht Win7 keinen Spaß. SSD wäre schon Luxus, aber ich würde mich nicht wehren.
Chef bestellt: Laptop in gewünschter Größe, 16 GB RAM, zusätzliche SSD (!), und dazu einen Rucksack. Standard is Schultertasche, aber ich bin ja Rollerfahrer… und Chef wusste das noch.
Am ersten Tag kam er grinsend rein, gab mir einen leicht angeweichten Karton und meinte: „Hier! Anstelle von Blumen. Ich dachte, damit bist du glücklicher.“
Der Mann versteht Frauen!

(Nur dass hier nicht der falsche Eindruck entsteht, es ist nicht nur alles toll. Einen Teil der Ausstattung musste ich später nachbestellen, und dann war nicht mehr verfügbar was die Kollegen haben. Die haben z.B. ein Dual Bluetooth Headset mit NC bekommen. Meins ist zwar Dual Bluetooth, hat aber kein NC und ist deutlich zu klein. Kann ich ohne Kopfweh nicht länger als 10 min tragen. Ich bin also wieder kabelgebunden unterwegs.)

Aber insgesamt bin ich happy. Ich darf wieder mitdenken, hab genug interessante Arbeit, nette Kollegen, und die ganze eklige Zahlenarbeit macht Chef und will er auch nicht abgeben. Wir Minions sollen vor uns hin-technisieren, und er macht das mit dem Verkaufen. Sehr fein.

Und Chef ist auch glücklich, dass ihm jemand Arbeit abnimmt und freiwillig nach mehr Arbeit sucht, und dass der Humor ziemlich übereinstimmt. Wonach er offenbar nicht gescreent hat: Er als Nachteule hat sich 3 (in Zahlen DREI) Frühaufsteher eingehandelt.
Tja. SorryNotSorry. 😀

 

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