rumlingen und der Wald vor lauter Bäumen


3 Kommentare

Bücher und so

Es gibt Bücher, die vergisst man ein Leben lang nicht. Obwohl man sie nur ein einziges Mal gelesen hat.
Oder man liest sie immer wieder, aber das erste mal bleibt trotzdem hängen.

Wie der Herr der Ringe. Als der erste Film der Trilogie rauskam, hatte ich die Bücher noch nie gelesen. Aber Fantasy schaue ich ja schon immer gern. Ich muss eine frühe Vorstellung erwischt haben, denn ich bin danach schnurstracks in einen Bücherladen marschiert, habe mir das Buch gekauft, und ein Wochenende durchgelesen. Ohne Schlaf, weil es einfach zu spannend war.

Die Foundation-Trilogie hat mich auch lange beschäftigt. So lange, dass das immer noch Grundlage für eines meiner Passwörter ist.
Asimov hat einige Bücher geschrieben, die in meinem Best-of-Regal stehen, aber nicht zwingend seine bekanntesten. Die Lucky Starr Reihe kennt kaum jemand, mit dem ich mich so unterhalte.

Edmond Hamilton hat auch einige Bücher in diesem Regal. Kennt ihr nicht? Der hat Captain Future geschrieben. Ja, das war eine Buchreihe, bevor es ein Anime wurde.
Ich bin mir nicht mehr sicher, was ich zuerst gefunden hab, die Serie oder die Bücher. Aber ich weiß noch, dass ich eins seiner Bücher in der Bücherei gefunden, noch da durchgelesen habe, und dann den Rest der Reihe (soweit vorhanden) mit nach Hause geschleppt. Die Bücher sind noch besser als die Serie! 😉
Von ihm stammt auch City at World’s End, eins der ersten Bücher, die ich auf englisch gelesen habe. Science Fiction mit Betonung auf Science, aber man merkt, dass es von 1951 ist. *hust*

 

Derzeit habe ich wieder eine Hörbuch-Phase. Das kommt und geht bei mir, je nach dem, wieviel Zeit ich habe für tatsächliche, echte Bücher. Hörbücher sind ideal zum Autofahren.
Da kommen dann jetzt noch Bücher dazu, die mir von der Story zwar gefallen, aber deren Sprecher es für mich zu etwas Besonderem macht.

Starship Troopers zum Beispiel. Ich mag das Buch, aber Lloyd James liest es einfach super.

Die Paksenarrion-Reihe (Sheepfarmer’s daughter) ist gut, aber die Sprecherin Jennifer Van Dyck liest so gut, dass ich in der Nachfolge-Trilogie aufgegeben habe, weil sie von jemand anderem gelesen wurde.
Und? Welche Bücher lest ihr immer wieder?


Hinterlasse einen Kommentar

I fed the trolls…

Ich hatte ja kürzlich schon erwähnt, dass Wohnungs-Einweihungs-Spielchen wie „Jeder packt einen Küchen-Karton aus und wer am schnellsten ist kriegt was zu essen“ zu allem, aber nicht dem gewünschten Ergebnis führen würde. Wie recht ich doch hatte ^^

rumi hatte zum Raclette geladen. Wie immer gab es vorher Absagen, aber der harte Kern war dabei. Trotz Anreise von knapp einer Stunde. Der Tisch bog sich unter Leckereien, und bis endlich alle da waren, waren die ersten schon satt.

Womit ich nicht gerechnet hatte: Sie hatten ein Mitbringsel für mich.

Das da:

Ich bin sicher, dass ich da etwas irritiert geguckt hab. Wofür soll denn SOWAS gut sein?

Aber sie kannten mich natürlich besser, und sie wussten genau, wie man mich trollen kann. In Wahrheit hatten sie dann nämlich was anderes für mich. Etwas, das schon seit Jahren in der Limited Edition auf meiner Amazon-Wishlist steht, aber wozu ich zu geizig bin.
Sie haben es geschafft, eine DVD-Komplettbox davon zu finden:

Aaaahhhhhhhh! ❤ ❤ ❤

Bin dann mal weg. Dvd gucken. 😉


Hinterlasse einen Kommentar

Umzug Nummer 217

Oder so ähnlich. Jedenfall lästert meine Umgebung, dass Umziehen offenbar mein Hobby ist.

Erkenntnis diesmal: Neubaugebiete haben echt ihre Tücken.

Die Post hat mich noch nicht gefunden.

Die DHL erst im zweiten Anlauf. Der DHL-Abendlieferungsfahrer (*yay* Ich wohne wieder in einem Ballungsgebiet!) benutzt wohl ein anderes Navi. Aber immerhin hat Amazon ihm meine Handynummer gegeben, und er scheut sich nicht, sie zu nutzen.
Die Nachbarn haben übrigens dafür gesorgt, dass der Hermesfahrer schon Bescheid wusste. Und dank ihm kenne ich jetzt auch schon mindestens 2 Nachbarn. ^^

Beim neue-Anschrift-melden an verschiedenen Stellen laufe ich in verschieden schwere Probleme.
Beim Handyprovider muss der arme Helldeskler die Adresse erst in einem anderen Tool anlegen und freigeben, bevor er sie mir zuordnen kann. Bei diversen öffentlichen Stellen dauert das mit dem Neuanlegen schonmal ein paar Tage.
Die Autoversicherung war so schlau und hat mir erst die EVB-Nummer gegeben und dann die Adresse geändert. Oder so. Jedenfalls stand ich in der Zulassungsstelle und musste die Hotline nochmal anrufen, für eine neue EVB-Nummer, die dann auch auf meine neue Adresse lautet. (Ein Hoch auf die modernen Zeiten, in denen das telefonisch in 5 Minuten geht!)

Den Pizzadienst (also, einen aus der Auswahl von 30+, die ich jetzt habe) werde ich am Sonntag testen. Ich hab ja noch keine Küche.

Und dann warten noch 417.289 Umzugskisten darauf, endlich ausgepackt zu werden.
Das ist jedenfalls die grobe Schätzung anhand meines Muskelkaters.


Hinterlasse einen Kommentar

TIL: Karneval ist eine ernste Angelegenheit

Hier ist ein Oldie, den ich zu posten vergessen habe. Aber der 11.11. war ja gerade, vielleicht erheitert es ja noch den ein oder anderen:


Ich erzähle ja jedem, der nicht bei 3 auf den Bäumen ist, oder der dumm genug ist danach zu fragen, freudestrahlend dass ich Rheinländer bin.

Ich bin gerne Rheinländer. Das ist eine Lebenseinstellung: n bisschen bekloppt, aber weltoffen. Aufgeschlossen. Und ziemlich respektlos gegenüber Autorität.

Dachte ich zumindest.

Am Wochenende war ich eingeladen zur Proklamation des Dreigestirns in dem Dorf, aus dem ich komme.
(Dorf ist hier ein bisschen irreführend. Es heißt zwar Xdorf, in jedem anderen Bundesland wäre es aber wohl eher eine eigene, wenn auch kleine, Stadt.)

Warum sie einen Ausländer eingeladen haben?
Vitamin B. Oder auf Kölsch: Klüngel. Ich habe die Ehre, die Tochter der Jungfrau zu sein.
(Und das ist wahrscheinlich die Stelle, wo alle nicht-Rheinländer kopfschüttelnd fazialpalimieren. 😀 )

Ich hatte als Kind immer Spaß im Karneval. Über die Schule bin ich auch in diversen Zügen mitmarschiert. Es hat mich aber nie in diese Vereine gezogen: zu unsportlich für ’ne Garde, zu langweilig für die interessanteren Vereine, zu schüchtern fürs Rampenlicht. Ja, lacht ihr nur. Ich weiß, dass man mir das nicht ansieht. Is aber so. -.-
Und eigentlich wusste ich ja immer schon, dass ich weggehen würde. Ich bin gerne Rheinländer, aber ich genieße das Rheinland lieber in kleinen Dosen.

So saß ich also Samstag abend in einer kleinen Burg, liebevoll geschmückt, 3 Tanten um mich rum, der Rest meiner Familie in irgendwelchen Ämtern gebunden, und versuchte zu verstehen, was da um mich rum vorging. Die erste Veranstaltung dieser Art, zu der ich je eingeladen war.

Üblicherweise hat mein Dorf kein Dreigestirn. Es findet sich immer ein Prinz samt Prinzessin, sowohl ein erwachsenes Paar, als auch ein kindliches. In den letzten Jahren, seit ich weg bin, gab es bei den Kindern öfter nur einen Prinz, oder nur eine Prinzessin. Aber das könnte auch damit zusammenhängen, dass das eine ziemlich teure Angelegenheit ist, sowohl was Geld angeht, als auch Zeit. Und Kinder sollten dann ja doch vielleicht lieber zur Schule gehn.
Warum haben wir dann diese Session eins?
Vor laaaaaaaanger Zeit gab es mal einen Prinzen in meinem Dorf, der eine treue Freundesschar hatte, die aber nur Blödsinn im Kopf hatte. Die haben, zu Ehren dieses Prinzen, eine Prinzengarde gegründet. Eine, die den ganzen Quark eben nicht Ernst nahm, und sehr unterhaltsam und undizipliniert auf den Bühnen herumhüpfte. Und davon runterfiel.
Diese Garde sollte ein Witz sein, für eine Session.
Diese Garde ist jetzt so alt wie ich. 🙂
Und weil es ein närrisches Jubiläumsjahr ist, stellen sie dieses Jahr ein Dreigestirn.

Quasi jeder um mich rum kam aus einer Dynastie. Jeder um mich rum hatte ein Amt, oder hatte mal ein Amt, oder war schonmal Prinz, oder VaterMutterSchwesterTante war Prinz/essin.
Noch dazu sprachen um mich rum alle Dialekt, und ich nicht. Also, mittlerweile habe ich ja schon einen Dialekt… aber den falschen. Ich sprech nämlich fränggisch.

Da saß ich nun also, und beobachtete Männer in maßgeschneiderten Anzügen, mit Narrenkappe, aber ansonsten von einem Business-Meeting geklaut. Frauen im schicken Hosenanzug, mit Narrenkappe, frisch aus der Oper importiert.
Da wurden Dinge organisiert, Strippen gezogen, geklüngelt… Und glaubt ihr, irgendwer von denen hätte ausgesehen, als hätten die da Spaß? NEEEiiiiiiiiin! Karneval ist eine Bierernste Angelegenheit!

Irgendwann fragte ich meine Tante, ob sie sicher sei dass wir in der richtigen Burg wären. Und nicht unter die Kaninchenzüchter geraten wären… Die lachte mich erstmal aus, nahm mir meine rosa Brille ab, und dann fingen 3 Tanten an, mir Stories zu erzählen, wie ernst genau Karneval zu nehmen ist.

Gute Güte. Aus der Entfernung ist sowas viel leichter zu verklären.


3 Kommentare

Über’s Wetter

Ich bin mir sicher, dass hier irgendeine Art Bias am Werk ist, irgendein Filter, der mir die Welt in einer bestimmten Weise präsentiert.

Aber ich habe den Eindruck, dass dieses Jahr (nicht: diesen Sommer!) das Wetter besonders unvorhersehbar ist. Ich bin ja viel mit dem Roller unterwegs und achte daher auf Regenschauer in meiner Nähe, und alles was irgendwie nach Gewitter aussieht.
Also beobachte ich jeden Morgen das Wetter für heute und morgen, und mit erschreckender Regelmäßigkeit ändert sich die Vorhersage innerhalb weniger Minuten. Tage, für die Regen vorhergesagt wird, springen in Stunden wild durch die Woche. Und am Ende regnet es dann an dem einzigen Tag, wo sie es nicht vorhergesagt haben. Oder an jedem einzelnen Tag, aber erst, nachdem sich die Vorhersage auf „bewölkt, aber trocken“ eingependelt hat.

Mir ist klar, dass unsere metereologischen Modelle „nur“ Statistik sind. Aber früher ™ waren die Vorhersagen verlässlicher. Weniger april-lig. Noch vor zwei Jahren, als ich wirklich überall hin mit meinem Roller (und damit ohne Dach) unterwegs war, konnte ich mich darauf verlassen, dass wenn mein Handy mit einer Warnung brummte, eine halbe Stunde später draußen ein Gewitter vorbeizog.

Vielleicht habe ich all die Überraschungs-Schauer in den letzten Jahren verdrängt. Oder meinen Ärger über die Wetter-App, die sich wieder nicht entscheiden kann. Vielleicht ist die Vorhersage wirklich schwieriger geworden, weil sie versuchen es für kleine Raum- und Zeitbereiche zu berechnen. Vielleicht ist es der Klimawandel.
Wahrscheinlich ein bisschen von allem.

Was es dieses Jahr wirklich oft gab, waren Sintflutartige Regenfälle, die ganze Dörfer unter Wasser gesetzt und immensen Schaden verursacht und teilweise auch Menschenleben gefordert haben.

Andererseits kann ich mich sehr gut daran erinnern (und die Facebook „On this day“ Funktion unterstützt mich da in meiner Theorie!), dass die letzte Jahre jeder verdammter Sommer nach dem gleichen Muster ablief:
– Beschwerden: „Es ist sooooo kaaaalt“ / „Dieses Jahr fällt der Sommer aus“ / „Der nasseste Sommer seit X“
– Memes auf fb: „der erste, der sich beschwert, dass ihm zu warm ist, wird standrechtlich erschossen!“
– Zwei Tage später: „es ist sooooooooooo heiß!“ / „Jahrhundertsommer!“ / „Hitzewelle!
– Wenige Tage später: „scheiß Regen“ / „Sommer dieses Jahr fällt aus“ / „Wetter is kaputt, kommt Wasser raus“
– noch später: „X Menschen durch Hitzeschlag gestorben“

Repeat until Tischplatte durch.


Hinterlasse einen Kommentar

Superhelden

Seit einigen Jahren boomen die Superheldenfilme. Einzelne Origin-Stories, Gruppen-von-Superhelden, Restarts von beidem, Stories, die in ganz andere Genres abgleiten…

(Und zur Abwechslung möchte ich hier nicht diskutieren, wie miserabel es auf dem Gebiet der weiblichen Superhelden aussieht. Das wird langsam besser (ist aber noch ziemlich weit von zufriedenstellend!))

Wenn man mich nach meinem Lieblings-Superheldenfilm fragte, würde ich wohl mit „The Dark Knight“ antworten. Dicht gefolgt von „Captain America: Winter Soldier“.
Beide zeichnen sich mMn dadurch aus, dass sie vom üblichen Superheldenfilm abweichen. Sie erzählen keine heroische Geschichte. Oder jedenfalls nicht vordergründig. Beide beschäftigen sich eher mit moralischen Fragen. Sie erzählen zwar eine Geschichte um den jeweiligen Helden, getrieben wird sie aber in beiden Fällen von „normalen“ Menschen. Menschen, die eine Entscheidung zu treffen hatten, und die falsche getroffen haben.
Haben sie?

Im Dark Knight ist das eine Grauzone. Ja, die Cops waren korrupt. Aber der Joker bedroht ihre Familien. Und Batman kann nicht überall sein. Er hat gezeigt, dass er die bevorzugt, die ihm Nahestehen. Dem Rest hilft er nur über Umwege, als Resultat seines Kampfes gegen das Verbrechen.

Im Winter Soldier… bleibt es größtenteils meiner Fantasie überlassen, warum sich Leute Hydra anschließen. Die Serie „Agents of S.H.I.E.L.D“ beleuchtet es ein bisschen: Gleichzeitig mit dem Film übernimmt Hydra auf allen Ebenen die Kontrolle. An strategischen Positionen sitzen Hydra-Agenten, bedrohen die restlichen Agenten mit Waffen – und offenbar entscheiden sich viele fürs Mitlaufen. In einer Organisation wie S.H.I.E.L.D., in der ich einen Haufen Idealisten und Alpha-Persönlichkeiten erwarten würde, die sich nicht einfach so umdrehen lassen, gibt es Horden von Mitläufern. Im Angesicht einer Waffe entscheiden sich nur wenige für direkten Widerstand.

Ich schaue gern Superheldenfilme. Ich mag Action, ich mag Kämpfe und Explosionen. Auch wenn sie total jenseits der Physik sind (*hust*A-Team*hust*).
Aber hängen bleiben die oben genannten Filme. Vielleicht, weil sie meinen eigenen inneren Konflikt widerspiegeln.
Wie wahrscheinlich 99,9% des Publikums identifziere ich mit dem Helden, oder seinem Sidekick. Natürlich, dafür sind sie da.
In der Realität wäre ich wahrscheinlich auch ein Mitläufer. Ich kann hoffen, dass ich mutig wäre, dass ich mich für die richtige Seite entschiede, stünde ich vor der Wahl.

Aber die Wahrheit ist: ich bin ein Mitläufer. Dafür muss ich nur aus dem Fenster schauen (im Übertragenen Sinn). Da draußen in der Realität wiederholt sich gerade ein Film von vor 80 Jahren. Und es gibt kaum Widerstand. Auch nicht von mir. In meiner eigenen kleinen Bubble lege ich wert auf tolerante Menschen. Aber darüber hinaus…
Ich überlege schon seit einer Weile, das Land zu verlassen. Um dann zumindest nicht mehr zur Schweigenden Mehrheit zu gehören. Aber wo ist es besser? Diesmal ist es ein weltweites Phänomen. Orte ohne das eine Problem haben dann ein anderes: Misogynie, Totalüberwachung, Militärdiktatur. Die Liste ist lang.

Bleibt eigentlich nur noch die Eremitage.

Aber wie komme ich dann an die neuen Superheldenfilme? (Die, in denen dann ENDLICH Frauen aktiv mitspielen?)


Ein Kommentar

Phototypen

Es gibt ja ganz verschiedene Menschentypen. Erkennbar zum Beispiel daran, was sie so photografieren.

Manche Menschen machen Selfies. Egal was sie auf dem Bild haben wollen, sie sind immer selbst mit drauf.

Andere Menschen photografieren gern Menschen. Bekannte und Unbekannte, bei allen möglichen Tätigkeiten.

Wieder andere machen Wallpapers. Da gehöre ich zu, und ich weiß es nicht anders zu Beschreiben. Bilder, die sich als Hintergrund für Computer eignen, oder als kitschige Landschaftsbilder in Zahnarztwartezimmern.

Sowas:

2016-03-12 17.34.24 2016-03-14 17.51.00 2016-03-14 17.53.54 2016-03-14 17.54.05 2016-03-15 11.22.50DSC_0210 DSC_0224

Was da wohl Freud nu zu sagen würde?