rumlingen und der Wald vor lauter Bäumen


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First World Problems

Es gibt ja Menschen, die haben echte Probleme. Und dann gibt es mich. Ich hab mir grad selbst ein Bein gestellt und mir die Freude an meinem Lieblingsspiel genommen.

Wie ich das geschafft hab? *aushol*

(Vorsicht: Wall of text. Sorry.) Weiterlesen

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Paranoiapost

Mit Karte bei einem Händler am Terminal zahlen? Unsicher.
Es ist ohne großen Aufwand möglich, eine Transaktion zu einem beliebigen Konto in belibiger Höhe ohne Eingabe der PIN zu wiederholen.

Mit Karte und Unterschrift zahlen? Unsicher.
In 3 Minuten kann ich eine Unterschrift überzeugend genug nachmachen, und die meisten Kassierer gucken eh nicht.

Nur noch Bar zahlen? Auch nicht besser.
Wird die Karte halt beim Auszahlen am Automaten kopiert und damit wild abgebucht.

Karte aufladen und damit bezahlen? Argh!
NFC kann auch noch aus einigen Metern ausgelesen werden, und beim Aufladen am Automaten wird die Karte kopiert. Gleich zwei Schwächen!

Nur noch online shoppen? Nicht umsetzbar.
Und selbst wenn, werden eben die Daten online gestohlen, und die Firma ist nichtmal verpflichtet, die Information rauszugeben.

Ob mich mein Brötchengeber bar bezahlen würde?


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schlechtes Karma

Irgendjemandem muss ich mächtigst auf den Schlips getreten sein. Das Universum hasst mich.

Bei uns im Bürogebäude sind seit Jahresbeginn Umbauarbeiten im Gange. Ich verbringe also täglich 8 Stunden im schönsten Baulärm. Die Etage unter uns scheint entkernt zu werden. Jedenfalls sind sie durchgehend mit mehreren Schlagborern zugange.
Das ist so heftig, dass ich gestern bald aus der Haut gefahren bin, als die Friseuse mit dem kleinen Rasierer kam.

Anfang der Woche hatten wir wegen der Baumaßnahmen keinen Stempelautomaten. Hieß: Täglich 2 Emails mit den Kommen- und Gehen-Zeiten verschicken. Ach ja, und alle 5 Minuten klingelt die Tür, weil die Zugangskontrolle natürlich auch hinüber ist.
Da hat mein Chef aber schon nach 3 Tagen (!) interveniert, und das Gerät wurde wieder eingeschaltet.

Heute haben sie uns dann die Wasserleitungen angebohrt, Klo is nu wieder 250 m entfernt in der Produktionshalle die Straße runter.

Gestern hatte ich noch massiven Spaß mit meiner Bank, die meine Karte eingezogen haben, weil sie im Dezember kopiert wurde. Aber natürlich nicht, bevor sich Abbuchungen aus minder vertrauenswürdigen Ländern ergeben haben. Danke, die Lauferei und den Papierkrieg hab ich jetz gebraucht.
Und natürlich steh ich jetz 2 Wochen ohne Bankkarte da.

Und zur Krönung hab ich gestern beim Friseur gesehen, dass ich unter den blonden Deckhaaren eigentlich vollständig grau bin.

Sehr schön. Dann kann ich ja hoffentlich bald in Rente gehen…


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Psssssst!

Gespräche mit / unter meinen Teamkollegen sind ja mein tägliches Highlight.

Es gibt Tage, da setzt das Niewoh morgens unterhalb der Grasnarbe an und von da geht es steil abwärts.

Es gibt Tage, da verlieren die Kollegen den Glauben an das Gute im Menschen, weil ich noch nie etwas vom Ministry of Silly Walks gehört habe.

Es gibt Tage, da wird man morgens mit einem frühlichen „Heil!“ begrüßt, überlebt den Vormittag mit Witzen über die menschliche Verdauung, und dann bekommt man als Antwort auf einen Alternativvorschlag zu der Mittagsplanung eines Kollegen „Zwei Herzen schlagen ach in meiner Brust!“.
Ähm… ja. Ich konnte mir dann den Geist, der stets verneint auch nicht verkneifen.

Und dann sind da noch die Tage, wo sich die Verdauungswitze abwechseln mit zutiefst philosophischen Diskussionen über den Stand der Welt, der Politikgeschichte, und ob uns jetzt die Zombies oder doch der 3. Weltkrieg ausradieren werden.

Eigentlich hab ich sie ja gern, meine Kollegen. Aber verratet ihnen das bloß nicht!


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Does not compute!

Ich hab mir die Tage Schuhe gekauft. (Ja, ich weiß, Frauen tun das öfter. Ich aber nicht. Ruhe jetz!) Online, denn in den Läden gibt es offenbar nur Schuhe mit Absatz. Selbst (oder gerade?) die Sandalen und Sommerschuhe. 3 verschiedene Paar hab ich bestellt, in der Hoffnung, dass da schon eins dabei sein wird das passt.
1 Paar anprobiert: Args, wer baut denn da starre Lederkanten so hin, dass man da mit der Ferse drauftritt? Und muss das Metall auf dem Riemen oben so scharfkantig sein? Und dann sind sie auch noch zu lang. Aber eine Größe kleiner würde auch nicht passen, da wäre der Riemen oben zu kurz.
Weg damit!
Nächstes Paar (, gleicher Hersteller, ähnliches Modell). *reinschlüpf*
Hey, die sind ja super!
Damit bin ich dann am Tag drauf zur Arbeit. Wirklich bequem. Nach ein bisschen rumlaufen sind sie aber eine Nuance zu groß. Ob’s die auch kleiner gibt?
Schnell online nachgeschaut: Huch, das sind ja Herrenschuhe!

Warum zur Hölle passen mir Herrenschuhe besser als jedes Paar Damenschuhe je hat? Keine harten Kanten, alle Ränder mit Liebe vernäht und gepolstert. Soll das ein Witz sein?
Jetzt muss ich nicht nur zu Herrenhosen greifen, wenn ich Taschen haben will, und Herrenhemden, wenn ich eine Krawatte tragen muss, (weil ja Damenhemden oben selten einen Knopf haben. Oder Rüschen! -.- )nein, jetzt brauche ich auch noch Herrenschuhe?
Warum gibt’s dann nicht gleich Unisex? Dann könnten wir nämlich auch Varianten mit kürzeren Ärmeln einführen. Ein echter Gewinn, wenn ihr mich fragt. Und Herrenschuhe in kleineren Größen.

Und wenn wir schonmal dabei sind, sind Männer in Röcken auch durchaus hübsch anzusehen.

Diese Welt will ganz offensichtlich nicht von mir verstanden werden.


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relativ

In meinem neuen Büro bin ich ja allein mit 5-6 Männern.
Und in meinem neuen Büro ist es selten ruhig. Mal telefoniert oder livemeetet jemand, mal singen die üblichen Verdächtigen, oder jemand diskutiert mit jemandem (oder mehreren) aktuelle News und philosophische Konzepte. Und natürlich werden Tickets und Vorgänge im Unternehmen besprochen. Der Fluch- und Bullshit-Anteil an der Unterhaltung variiert je nach Wochentag, Thema und Anwesenden.
Ich empfinde das eigentlich als ein ganz angenehmes Klima. Die Jungs diskutieren mit mir oder um mich herum, wenn ich grad nicht mitmachen will/kann. Wer Fragen hat, darf diese stellen, und man bemüht sich um eine hilfreiche Antwort. (Und jeder hat irgendwann Fragen.) Dumme (und richtig dumme) Kommentare gehen in alle Richtungen.
Aber manchmal wünsche ich mir, ich könnte einfach öfter mal die Klappe halten. Vor allem, weil wir vom Hundertsten ins Tausendste kommen.

Warum ich das erzähle?
Kollege TDH schlägt immer mal wieder bei uns auf. Vor allem Morgens, wenn auch mein Büro noch recht leer ist.
Bisher dachte ich, da hat er halt nicht viel zu tun und kommt halt mal für nen Schnack vorbei, oder er braucht einfach mal 5 Minuten Pause und Beine vertreten.
Jo, Pause braucht er. Schräg hinter ihm sitzt eine Kollegin mit etwas, was die Angelsachsen liebevoll als „motormouth“ bezeichnen. Sie redet wohl schon auf Autopilot, ohne es selbst zu merken. Und immer, wenn jemand neues ins Büro kommt, bekommt er die gesamte Geschichte bis hierher nochmal erzählt. Inklusive der bisher angesammelten 217 „weißtschon!“.
Kollege TDH kommt zu uns, nicht um absolute Ruhe zu haben. Sondern mal Pausen zwischen den Worten. Und vielleicht ein anderes Thema. Und ja, wenn er gerade nicht nach einem Raucher sucht kommt er auch zu mir.

Ich glaube, ganz so schlimm ist es mit mir doch nicht. 🙂


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Eine Ikone tritt ab

Leonard Nimoy ist heute gestorben. Den meisten von uns ist er wahrscheinlich besser bekannt als Mr. Spock, auch wen das nicht annähernd seine einzige bekannte Rolle war.

Ich habe mich nach dem Neustart von Star Trek losgesagt, weil das nicht mehr mein Trek war. Und mein Trek, das hat Nimoy wie kein anderer verkörpert. Abenteuer im Weltraum, ohne gleich erstmal auf alles zu schießen. Erstmal versuchen, zu analysieren und zu verstehen. Sich nicht einschüchtern zu lassen, nur weil man es erstmal nicht erklären kann, und tiefer zu forschen. Er, nicht Kirk, war für mich Vorbild und Inspiration.

Nimoy hat sich auch Jahrzente nach dem Ende von Star Trek immer um die Fans gekümmert, war auf Conventions und hat seine markante Stimme für viele interessante Projekte hergegeben – und für viele Parodien. Auch deshalb wird er so schnell nicht aus der Popkultur verschwinden. Jetzt erst Recht nicht.
Und uns, denen er in unserer Jugend Horizonte eröffnete, wird er weiter begleiten. To absent friends!