rumlingen und der Wald vor lauter Bäumen


Hinterlasse einen Kommentar

Das Problem mit Geschenken für einen Geek, der alles hat

Beste Schwester von allen, vor ca. 3 Jahren zu Weihnachten: schenkt mir eine R2D2-Keksdose.
Hey, cool! Vor der hab ich auch schon öfter gestanden. Also, virtuell. *Süßkram einfüll*

Beste AussichtmitEinsicht von allen, vor 2 Jahren zum Geburtstag (glaub ich), anlässlich eines Besuchs in Persona: schenkt mir eine R2D2-Keksdose.
Hey cool! *lach* Guck ma, was ich da schon stehen hab!

Bester Chef und Kollegen, zur Wohnungseinweihung / später Einstand: schenken mir… eine R2D2-Keksdose.
Chef zuckt ein bisschen komisch, als er die eine Keksdose bereits oben auf meinem Dvd-Regal sieht…

Immerhin haben wir jetzt geklärt dass
a) wir offenbar alle guten Geschmack haben und dass
b) R2D2 viel cooler als C3PO ist, und ich C3PO NICHT IM GERINGSTEN ÄHNLICH BIN, JAWOHL!

😉

Advertisements


4 Kommentare

Popcorn!

Es ist ja immer wieder ein Abenteuer, wenn man die Handwerker im Haus hat, das können diverse Kollegen bezeugen.

Meine Abteilung ist ja umgezogen. Der Großteil von uns sitzt jetzt in einem einzigen, durchgehenden Raum. Immer 6 Schreibtische bilden eine Insel, deren eine Schmalseite an die Fensterfront grenzt. Dann kommt ein einzelner Schreibtisch, in der gleichen Ausrichtung wie die anderen auf seiner Höhe, und dann eine weitere 6er-Insel, die auf der anderen Seite des Gebäudes an die Fensterfront grenzt.

So weit, so gut. Die „Gang“-Plätze sind natürlich extremst „beliebt“. Der einzige, der freiwillig dort sitzt, mit dem Rücken zu Wand, ist der Teamleiter W, der von dort einen Überblick über die gesamte Abteilung haben wollte.

Aber so ein riesiger Raum voll mit Leuten einer Hotline, das is ja viel zu laut. Da müssen Dämpfungsmaßnahmen her!

Auftritt: Handwerker.

Die laufen einen Tag mit Zollstöcken durch die Gegend, kleben Markierungen auf Boden und Decke, und wurden nicht mehr gesehn.

Am nächsten Tag kommt eine weitere Fuhre Handwerker. Abgemacht war früh um 6, dann können sie 90 Minuten bohren, was das Zeug hält. Natürlich kommen sie erstmal 25 Minuten zu spät. Um 8 sind dann alle Schienen am Boden fest, und einige an der Decke.

Auftritt: $Chef.

Der sieht mit einem Blick, dass die Abstände und Fluchtwege so nicht ok sind. Durchgänge zu schmal und so.
Jaaaaa, sagen die Handwerker, der Schrank da kommt ja noch weg. Der war nicht auf dem Plan.
Doch. sagt der Chef. (Am nächsten Tag ist der Schrank weg.)
Weiteres Rumgemesse und der Auftritt von Kollegen aus späteren Schichten zeigt: Die Handwerker haben zum Messen die Schreibtische zusammengeschoben, so dass sie gegenseitig und mit der Fensterbank überlappen. Da sie höhenverstellbar sind ist das ein No-Go.

Also werden die Bodenleisten auf der einen Seite des Raums erst abgeschnitten und dann wieder rausgerupft. Hämisches Feixen im Kollegenkreis.

rumlingen geht für den Tag heim. Am nächsten morgen sind die Bodenleisten wieder installiert, wurde während der Spätschicht gemacht. (Nur zur Erinnerung: wir sind eine 24/7-Hotline. Bei uns wird telefoniert. Bohren in Beton bohren ist ziemlich laut.)
Im Laufe des Tages werden die Deckenleisten gemacht (das ist nicht ganz so laut), und erste Scheiben eingesetzt. Huch! Wir haben 2 Scheiben mit Aussparungen für die Klimaanlage. Wir brauchen 4. Oooops. Wie kann den sowas passieren?
Hämisches Feixen im Kollegenkreis.

Am nächsten Tag kommt rumlingen zur Arbeit, und alle vorhandenen Scheiben stehen. Sogar die Sound Absorber wurden bereits drangeschraubt.
Wie sowas aussieht? So:

20140221_052028

Die weißen Dinger, das sind die Absorber. Hängen beidseitig der Scheibe. (Man verzeihe die Qualität, es war noch dunkel.)

Ob die Dinger hässlich sind oder nicht, liegt jetzt im Auge des Betrachters. Aber: Auf der anderen Seite, wo sie die Bodenleisten nicht wieder rausgezupft hatte, weil es gerade so passt (wir wussten nichts von den Absorbern), da passte es jetzt natürlich nicht mehr.

Aber so ein Handwerker weiß sich ja zu helfen. Sie haben die ersten beiden Schreibtische (also die Schmalseite) einfach mal 40 cm in eine Richtung verschoben, damit es wieder passt.
Ok, die bilden jetzt keine schöne Insel mehr mit den restlichen, und auf der Flurseite fehlt ihnen setzt auch ein Stück Schreibtisch, weil der Absorber hineinreicht. Aber hey: die Insel passt so perfekt in die ausgemessenen Gerenzen des „Raums“.
Ok, der Fluchtweg ist jetzt zu eng. Na und? Brennt doch nicht.

Wir warten jetzt a) auf das Erscheinen der beiden Kollegen, die an diesen verschobenen Tischen sitzen, und b) auf den Auftritt vom $Chef.

Mag noch wer Popcorn?


Hinterlasse einen Kommentar

Bereitschaft, mal wieder

Wenn damals(tm) beim Bund alles wild drunter und drüber lief, bekamen wir zu hören, dass so etwas draußen(tm) in der freien Wirtschaft(tm) so etwas ja nicht geduldet werden würde.

Ich kann also ausschließen, in der freien Wirtschaft(tm) zu arbeiten.
Und ich erwische mich regelmäßig dabei, mich zurück in die wilde Zeit zu wünschen, wo Aktionen noch Konsequenzen hatten und ein Dienstplan quasi ein Befehl war.

Urlaubszeit, viele sind nicht da. Zusätzlich haben wir 4 Neulinge im 2nd lvl und 2 im 1st, die ständig mit dummen und weniger dummen Fragen da stehen. Unsere Kunden wissen das offenbar und kommen mit ganz besonders dummen Emails.

Es ist Mittwoch Morgen, etwa 8 Uhr 30. Auftritt Teamleiter W. Er erklärt uns 2 Frühschichtlern, dass Kollege T ja diese Woche in Urlaub gegangen ist, am Wochenende aber Bereitschaft hätte. Und er hat sich nicht gekümmert, diese wegzutauschen. Da ja die Kollegen aus der Spätschicht am Freitag bis um 24 Uhr arbeiten, können sie nicht von 0-12 Uhr Bereitschaft machen. Da blieben also nur wir übrig.

Kollege VR plustert sich gleich auf: Bereitschaft kann nicht angeordnet werden, und er macht keine. Punkt. Weitere Ausführungen. Er macht keine. Punkt.

rumlingen guckt in ihren Kalender und lächelt den TL zuckersüß an: Sorry, aber so kurzfristig? Ich hab n Termin und verbringe einen Großteil des Samstag Morgens in einem Atombunker wo es ja alles gibt, nur keinen Empfang. Nächste Woche wär kein Problem. Diese schon. Und überhaupt (jetzt kommt der Teil, wo vernünftige Menschen einfach die Klappe halten), wieso ist es mein Problem, wenn der Kollege Urlaub hat und sich nicht kümmert? Sowas ist persönliches Pech, soll er halt die Bereitschaft machen und was draus lernen.

Was danach passierte?

  • Kollege B hat die Woche drauf Bereitschaft. Tauscht gegen diese. rumlingen bekommt die Bereitschaft nächste Woche, ohne weitere Nachfrage, ohne Widerspruch.
  • Kollege T kommt aus seinem Urlaub zurück und ist sich keiner Schuld bewusst. Keine Konsequenzen.

*seufz*


6 Kommentare

Ich vermisse meine Uniform…

Sich als Frau morgens fürs Büro anzukleiden ist gar nicht so einfach.

Anfangs: Jeans, Lackstiefel (war Winter!), langärmelige Bluse.

Aber man passt sich ja der Umgebung an: Jeans, Pulli, Lackstiefel, oder wahlweise Jeans, Sweatshirt-mit-dummem-Spruch-genau-auf-Brusthöhe, Lackstiefel.

Dann wurde es wärmer. Jeans, T-Shirt-mit-dummem-Spruch-genau-auf-Brusthöhe, Turnschuhe. Kein Problem. Passt immer.

(Gut, die Kollegen haben sich beschwert, weil sie mir auf die Brüste starren mussten, um die Sprüche zu lesen. Das Leben ist hart.)

Aber für kurzärmelige Jahreszeiten habe ich deutlich mehr Auswahl. Die hübsche Kleidbluse aus Norwegen. Die passt zu Jeans, aber kann ich da jetzt die Turnschuhe zu anziehen? Und: Ich hab dazu schon wieder vergessen, Schmuck anzulegen.
Muss ich da jetzt morgens föhnen, oder kann ich mir die Haare vom Wind trockenpusten lassen? (Das Ergebnis sieht man dann nämlich schon…)

Dann T-Shirts, die mehr meine weiblichen Vorzüge herauskehren. Passt das jetzt zu meinem (eher derben) Image, das ich im Kollegenkreis mühsam pflege? Will das überhaupt wer sehen?

Kann ich zu meiner 3/4-Hose jetzt noch Turnschuhe anziehen, wenn alle meine Socken entweder geringelt sind oder einen Snoopy drauf haben? Oder muss ich die Flip-Flops auspacken?

Die sind zum Rollerfahren jetzt nicht so geeignet…

Kann ich bitte wieder Uniform tragen?